2005-04-20: Tour de Natur - Für ein lebendiges und familienfreundliches Bad Nauheim
Zur Tour de Natur gibt es ein Fotoalbum
Mit der Bürgermeisterkandidatin ins Grüne und Rückfahrt im grünen Wagen - "Wahlkampf soll auch ein wenig Spaß machen und Freude bereiten. Wir beide, mein Mann und ich, wir laufen gerne, weil es gesund ist, weil es entspannt und weil wir dabei die Natur zu allen Jahreszeiten erleben. Deshalb habe ich zu meiner Tour in die grüne reizvolle Umgebung Bad Nauheims eingeladen."
Der Wettergott meinte es gut mit der Aspirantin auf das Bürgermeisteramt. Jung und alt, Familien mit Kindern, Ehepaare, Singles, Freunde und politisch Interessierte machten sich auf den rund 15 Kilometer langen Weg nach Münzenberg. Die meisten mit dem Fahrrad, einige zu Fuß auf Schusters Rappen und einige auf Inline-Skates. Nell-Düvel joggte die Strecke mühelos und gut gelaunt über Steinfurth, Oppershofen, Rockenberg, vorbei an der Münzenburg bis zum Bahnhof Münzenberg. Begleitet wurde sie von ihrem Ehemann Martin Düvel. Gut 60 Teilnehmer nahmen an dem Ausflug teil und genossen die touristisch anziehende Umgebung Bad Nauheims. Fitnessinteressierte, Landschaftshungrige, Naturliebhaber und Geschichtsbewusste, Kinder, Eltern und Großeltern alle kamen auf ihre Kosten und hatten ihr Vergnügen an dieser Wahlkampfveranstaltung der besonderen Art.
Gestartet wurde die Tour im historischen Ambiente der Jugendstilbadeanlage, hinaus ging es über keltische Ursprünge und Überbleibsel der Römerzeit im Boden der Wetterau hin zu Ruinen des Mittelalters. Zurück fuhr man mit der Museumseisenbahn, einem Relikt der Neuzeit.
Am Zielort blieb genügend Zeit, die Burg selbst und die Umgebung der Münzenburg auf eigene Faust zu erkunden. Das Wahrzeichen der Wetterau bot einen wunderschönen Rundblick in die Wetterau und in den Taunus hinein. Vom Bergfried aus konnte man schon von weitem die joggende Bürgermeisterkandidatin beobachten.
Die Gruppe der Radfahrer begrüßten die etwas später eintreffende Kandidatin mit kräftigem Applaus. Nell-Düvel revanchierte sich mit einem Glas Sekt für jeden Teilnehmer. Bevor der Pfiff des Schaffners die Abfahrt zur Frei-Fahrt nach Bad Nauheim signalisierte, erhielten die Eisenbahnfreunde Wetterau zupackende Hilfe der Fahrgäste beim Einladen der Fahrräder. Dennoch kamen sie ins Schwitzen: Erstmals fasste der geräumige Gepäckwagen der Museumseisenbahn nicht alle Fahrräder, trotz Platz sparenden "Stapelns". Schließlich wurden die letzten beiden Fahrräder vorne auf der Diesellok festgezurrt.
Auf der Rückfahrt im eigens ausstaffierten grünen Wahlsonderwagen konnten die Teilnehmer die Kandidatin näher kennen lernen und ihre Wünsche und Erwartungen an die künftige Bürgermeisterin äußern. Nell-Düvel erläuterte in lockerer Runde ihre Wahlziele. Die Stadt sei familienfreundlich für ein lebenswertes Umfeld für unsere Kinder zu entwickeln. Dabei wolle sie die Prinzipien der Nachhaltigkeit betonen und ehrenamtliches Engagement durch Wort und Tat befördern. Die Bürger seien stärker in den Prozess der Stadtentwicklung einzubinden. Bereits mit ihrer Wahlkampf-Tour de Natur wolle sie die Arbeit der Eisenbahnfreunde Wetterau ideell unterstützen und finanziell einen Beitrag leisten. Der Verein EF-Wetterau bereichere mit seinem Angebot die Freizeitmöglichkeiten in der Region.
Nell-Düvel: "Durch eigenes Vorbild und erst recht als Bürgermeisterin will ich mehr Anreize zur sportlichen Aktivität und Freude an der Bewegung als lebenswichtigen Ausgleich zum passiven Medienkonsum geben. Deshalb werde ich die Arbeit der Vereine im Breitensport fördern. Sport ist in doppeltem Sinne Prävention: Kinder üben Koordination und Fitness. Dabei lernen sie ganz nebenbei von Anfang an Spiel-Regeln, und trotz des Wettkampfes untereinander, die Freude am Miteinander. Den Standortvorteil eines umfassenden Bildungsangebotes gilt es auf hohem Niveau zu erhalten. Dringend benötigen wir einen weiteren Ausbau der bezahlbaren Betreuungsangebote vom Krabbelkind bis zum Schulkind. Zukunftsorientierte Politik, die sich an den Bedürfnissen von Senioren und Familien ausrichtet, schafft Identität mit Bad Nauheim. Eine Identifizierung mit der eigenen Stadt zahlt sich langfristig auch wirtschaftlich aus.
Ich bin keine Frau der Einsamen Beschlüsse. Nach acht Jahren Politik in der Stadt und vier Jahren im Kreisparlament hat für mich das Motto Kräfte bündeln, parteiübergreifend miteinander reden, Vertrauen schaffen oberste Priorität als Leitschnur des Handelns. So lassen sich so wichtige Ziele wie die Kommunalisierung des Staatsbades und die Gestaltung der Landesgartenschau 2010 erfolgreich mit einem Gewinn für alle Bürger realisieren."

