2006-10-29: Antrag - Wasserdurchlässiger Asphalt oder wassergebundene Decken auf den Wegen und Plätzen der Landesgartenschau

(Antrag von Bündnis 90/Die Grünen Bad Nauheim zur Diskussion in der Stadtverordnetenversammlung im Wortlaut)

"Die Stadtverordnetenversammlung beauftragt die LGS GmbH, die Wege im Bereich der Landesgartenschau nicht zu versiegeln. An den Stellen, an denen nachweislich keine Befestigung durch Kies (wassergebundene Decke) möglich ist, soll wasserdurchlässiger Asphalt verwandt werden.

Begründung:

Die Entsiegelung von Flächen spielt eine zunehmend wichtigere Rolle bei der Neubefestigung von Wegen. Seit dem 1.7.2006 erhebt die Stadt Bad Nauheim die gesetzlich geforderte gesplittete Abwassergebühr, d.h. alle BürgerInnen bezahlen ihre Gebühr abhängig vom Anteil der versiegelten Flächen auf ihrem Grund.

Mit dieser gesplitteten Abwassergebühr soll ein Anreiz zur Entsiegelung geschaffen werden, damit nicht behandlungsbedürftiges Niederschlagswasser wieder verstärkt vor Ort versickern kann. Die Entsiegelung von Flächen trägt aktiv zum Hochwasserschutz bei.

Um glaubwürdig zu bleiben darf die Stadt nicht nur von ihren Einwohnern Gebühren einfordern: die Stadtverwaltung muss mit gutem Beispiel vorangehen und hat bei Neubefestigungen selbstverständlich auf die Wasserdurchlässigkeit der Wege und Flächen zu achten. Nach Angaben von Architekten wird wasserdurchlässiger Asphalt schon häufig verwandt.

Gerade bei der Landesgartenschau 2010 sollte die Stadt Bad Nauheim die Chance werbewirksam nutzen und beim Wegebau beispielhaft vorangehen.
Nicht nur die Bürger, sondern auch die Besucher werden das ökologische Engagement zu würdigen wissen.

Die weitere Begründung folgt mündlich."

Treffen

Regelmäßige Treffen der GRÜNEN-Fraktion am 1. und 3. Montag des Monats um 20 Uhr, Evangelische Familienbildungsstätte, Am Goldstein 4 ("Alte Wäscherei")

Gäste sind stets willkommen, auch zum mitdiskutieren!

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