2007-02-04: Wann gibt es einen Fußgängerschutz in der Salinenstraße?

Am 1.November 2006 folgte der Ortsbeirat Schwalheim einstimmig dem Antrag der GRÜNEN, die Verwaltung der Stadt Bad Nauheim aufzufordern, die Verkehrssituation vor den Hausnummern 27,29,und 31 - Einmündung Edelweißstraße - zu überprüfen und Schutzvorrichtungen für Fußgänger zu installieren.

An dieser Stelle fahren zahlreiche Autos schneller als die erlaubte Geschwindigkeit von 30km/h und weichen bei Gegenverkehr auf den Gehweg aus. Der ohnehin nur schmale Gehweg hat sich dort bereits deutlich aufgrund der ständigen verkehrswidrigen Nutzung abgesenkt. Fußgänger sind innerhalb dieses Abschnittes extrem gefährdet. In der letzten Zeit wurde eine Passantin durch einen Außenspiegel am Arm verletzt, ein Anwohner konnte sich während der Gehwegreinigung nur durch einen Sprung in Sicherheit bringen, sein Besen wurde überfahren. Der Gehweg wird auch viel von Kindern auf dem Schulweg und Weg zum Sportplatz genutzt. Kurz vor Weihnachten wurde beobachtet, wie ein Schuljunge beinahe angefahren wurde.

Die Anwohner können von weiteren brenzligen Situationen berichten. Bereits nach Witzels Urteil als 2. Stadtrat war die Salinenstraße vor Einführung von Tempo 30 die gefährlichste Straße im ganzen Stadtgebiet. Heute mag es die B3a sein, aber als Fußgänger ist man in der Salinenstraße nicht mal auf dem Gehweg sicher. Der Ortsbeirat sieht wie die betroffenen Anwohner die Gefahr und fordert Poller zur Sicherung der Fußgänger. Die Antwort der Verwaltung ist für die GRÜNEN angesichts der offensichtlichen täglichen Unfallgefährdung völlig unbefriedigend: "Von baulicher Seite wird derzeit kein vertretbarer Handlungsbedarf gesehen. Leider ist festzustellen, dass die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h regelmäßig nicht eingehalten wird. Vorschlag der Verwaltung, verstärkte Geschwindigkeitskontrollen."

Ortsbeirätin Brigitta Nell-Düvel: "Was ist für die Stadtverwaltung wichtiger, die Unversehrtheit der Fußgänger oder die Kosten, die durch angefahrene Poller entstehen können? Eine Geschwindigkeitskontrolle an dieser Stelle macht nur Sinn, wenn sie stationär fest installiert ist, und jeden dazu bringt, seine Geschwindigkeit den Verhältnissen anzupassen. Der herunter­gefahrene Bürger­steig zeigt deutlich, dass die Autofahrer ihn als Fahrbahn mitbenutzen und jeden dort laufenden Fußgänger gefährden! Ich fordere dringend eine Schutzvorrichtung!"

Der Ortsbeirat hat mittlerweile überparteilich eine weitere Überprüfung der Verkehrssituation in der Salinenstraße durch die Straßenverkehrsbehörde beschlossen.

Treffen

Regelmäßige Treffen der GRÜNEN-Fraktion am 1. und 3. Montag des Monats um 20 Uhr, Evangelische Familienbildungsstätte, Am Goldstein 4 ("Alte Wäscherei")

Gäste sind stets willkommen, auch zum mitdiskutieren!

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Rühl, Beate

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