2009-09-14: Die Bad Nauheimer GRÜNEN laden zum „süßen“ Abbauen von Atomkraftwerken ein

(Zu den Infoständen gibt es eine kleine Bildergalerie.)

Nach dem erfolgreichen Wahlstand zum Thema „Gentechnik in der Landwirtschaft und ihre Risiken - viele Passanten lehnten Gentechnik ab und wünschten Informationen über gentechnikfreie Nahrungsmittel - informieren die Grünen am Samstag, den 19. 9., schwerpunktmäßig über Atomenergie, ihre Risiken und Alternativen.

Nach Ansicht der Grünen machen Atomkraftwerke in der Summe nur Probleme:
Alle 17 heute noch laufenden Atomkraftwerke sind sicherheitstechnisch völlig veraltet. Sie würden aktuell keine Betriebserlaubnis mehr erhalten, denn ihre mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen erfüllen laut Bundesumweltministerium nicht die gesetzlichen Vorschriften. Das Risiko für das Entweichen der radioaktiven Strahlen in die Umwelt ist real. Wir alle kennen die Störfälle der letzten Monate im laut SPIEGEL "Pannen-AKW Krümmel" oder in Brunsbüttel und Biblis.

Die Internationale Vereinigung von Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) - sie wurde für ihr Engagement mit dem Nobelpreis ausgezeichnet - weist auf die Kinderkrebsstudie des Deutschen Kinderkrebsregisters hin. In ihr wird signifikant deutlich, je näher ein Kleinkind an einem Atomkraftwerk lebt, desto größer ist die Gefahr für das Kind an Krebs, besonders an Leukämie, zu erkranken.

Atomenergie ist eine Risikotechnologie, mit der großen Gefahr des militärischen Missbrauchs. Indien, Pakistan und Nordkorea haben vorgemacht, wie aus der vermeintlichen zivilen Nutzung der Atomkraft, Atombomben entwickelt worden sind.

Und – unverantwortlich gegenüber den nachfolgenden Generationen - die Entsorgungsfrage der abgebrannten hochradioaktiven Kernbrennstäbe ist ungeklärt! Das Zwischenlager Asse ist undicht, Fässer mit radioaktivem Material sind einfach in Stollen geworfen worden und beschädigt, voraussichtlich soll die Sanierung auf Kosten des Steuerzahlers mindestens 2 Milliarden € kosten, Gorleben ist ebenfalls - wie sich jetzt herausstellt – von Anfang an ungeeignet gewesen. Wohin mit dem jahrtausende strahlenden Atommüll?

Die GRÜNEN setzten sich dafür ein, dass der gesetzlich vereinbarte Atomausstieg konsequent durchgeführt wird, lieber heute als morgen, ohne wenn und aber! Deshalb bieten die GRÜNEN am Samstag an ihrem Wahlstand "süße" Atomkraftwerke zum Abbauen an und machen Werbung für die Alternative durch Erneuerbare Energien.

Die Vorstandssprecher Martin Dätz und Brigitta Nell-Düvel: "Das Bundesland Sachsen-Anhalt liegt weder in der Wüste noch an der Küste, produziert aber schon 40% seines Stromes aus dezentralen Erneuerbaren Energien. Es ist Zeit für die Wende, weg von Atomenergie zu Erneuerbaren Energien!"

Treffen

Regelmäßige Treffen der GRÜNEN-Fraktion am 1. und 3. Montag des Monats um 20 Uhr, Evangelische Familienbildungsstätte, Am Goldstein 4 ("Alte Wäscherei")

Gäste sind stets willkommen, auch zum mitdiskutieren!