2011-11-06: Neue grüne Fraktion in Bad Nauheim
Nach dem Ausscheiden von Brigitta Nell-Düvel, die am 30. August zur Ersten Stadträtin von Bad Nauheim gewählt wurde, haben sich die acht Mitglieder der Stadtverordnetenfraktion in einer Klausur neu organisiert. Der Internist Dr. Mathias Müller aus Nieder Mörlen rückt auf den freien Sitz nach und wird zukünftig im Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales mitarbeiten. Als Fraktionsvorsitzender wurde Dr. Martin Düvel gewählt, als seine Stellvertreterin Claudia Kutschker.
Martin Düvel und Claudia Kutschker: "Die grüne Fraktion startet diese Legislaturperiode in neuer Zusammensetzung, wir haben unseren Anteil an Parlamentssitzen nach dem guten Wahlergebnis in Bad Nauheim glatt verdoppelt. Wir sind Menschen, die die grüne Politik schon lange begleitet und unterstützt haben. Jetzt haben wir die Chance, aktiv an der Umsetzung mitzuarbeiten. Die alte Fraktion unter Vorsitz von Brigitta Nell-Düvel hat durch solide, zielorientierte Arbeit eine gute Ausgangsbasis geschaffen, auf die wir aufbauen können. In unserer neuen Rolle als Koalitionspartner werden wir uns dafür einsetzen, durch sachliche Argumente und faires Verhandeln die Infrastruktur von Bad Nauheim unter den Gesichtspunkten Klimaschutz, gesunde Umwelt, soziale Gerechtigkeit und Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie zu gestalten. Es macht Spaß und Freude, an dieser Aufgabe zu arbeiten."
Die Grünen haben sich in ihrer Klausur auch mit dem Thema Haushalt eingehend beschäftigt und Vorschläge zur Haushaltsanierung erarbeitet, die sie mit ihrem Koalitionspartner abstimmen werden. Die Fraktion empfindet das Klima innerhalb der Koalition mit der CDU als kooperativ, die wichtigen Entscheidungen werden vor Veröffentlichung diskutiert.
Fraktionsvorsitzender Martin Düvel: "Ich sehe, dass sich dieser neue, eigentlich normale Politikstil positiv auf das Miteinander im ganzen politischen Raum auswirkt. Die beiden Parteien CDU und Grüne haben manchmal auch unterschiedliche Bewertungen und Zielvorstellungen. Es besteht aber auf beiden Seiten das kollegiale Interesse an einer gemeinsamen Lösung. Dies ist unmittelbar in der Bad Nauheimer Kommunalpolitik für die Bürger spürbar. Bei der Entwicklung des Stollgeländes und der konkreten Ausgestaltung des geplanten Fachmarktzentrums gibt es bereits jetzt schon eine breite umfängliche Einbindung der politischen Gremien. Zusätzlich werden alle Bad Nauheimer Haushalte durch eine Broschüre und eine Bürgerinformationsveranstaltung beteiligt. Das Verfahren bis zur endgültigen Bebauung soll so transparent wie möglich sein. "

